Samstag, 14. Mai 2016

Präfekten des Harzdepartements 2

August Heinrich Polykarp von Trott zu Solz auf Imshausen (1783 – 1840) 


Präfekt des Harzdepartements  

Präfekt des Werradepartements 

Winter 1805 nach dem Jurastudium in Göttingen Dienst in einem Geschäftskollegium zu Kassel; Anfang 1806 Assessor beim Reichskammergericht in Wetzlar; Oktober 1806 Rückzug auf Gut Imshausen, Verwaltungsdienst in Kassel durch französischen Einmarsch verhindert; Januar 1808 Unterpräfekt im Distrikt Eschwege; 02. Juni 1809 zweiter Präfekt des Harzdepartements; 29. August 1809 dritter Präfekt des Werradepartements; Oktober 1813 Rückzug von Marburg nach Koblenz/Flucht mit dem westphälischen König nach Paris; Mai 1814 aus den Diensten eines Präfekten entlassen; Juni 1814 Privatmann in Heidelberg und Mannheim; 1815 Rückkehr auf Gut Imshausen; September 1816 von der hessischen Regierung wegen ehemals unterschlagener Gelder verhaftet, Amtsverfahren des hessischen Kurfürsten wegen Eintritts in fremde Dienste wurde nach genereller Amnesie 1815 kassiert; Februar 1818 Legationsrat im Württembergischen Außenministerium; Mai 1818 Fallenlassen der Klage und des Urteils der kurhessischen Regierung wg. unterschlagener Gelder; 1819 Teilnahme an den Konferenzen zur Wiener Schlussakte; 1821 Staatsrat im Königreich Württemberg; Mai 1824 Württembergischer Gesandter am Bundestag in Frankfurt am Main; 1827 Kommentur des württembergischen Kronordens; 1834 Großkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone für die Vertretung bayerischer Gesandter in den Ausschüssen des Bundestags, Ernennung zum Kammerrat und Großkreuz des württembergischen Friedrichsordens; 22. November 1840 Tod durch mehrjähriges Rückenmarksleiden und Schlaganfall.

In seinen drei Monaten als Präfekt wirkte v. Trott bei der Reorganisation der geflohenen Halberstädter Garnision mit, deren Mitglieder durch einen Angriff des Herzogs von Braunschweig-Oels Ende Mai 1809 gefangen worden waren. Von Trott setzte diejenigen, die aus der Gefangenschaft in ihre Südharzer Heimatorte zurückgegangen waren wieder in Marsch und verfolgte diejenigen, die nicht zurückkehrten als Deserteure. Wesentlich beteiligt war er außerdem an der Überprüfung und Neuordnung (Revision) aller Mairesstellen seines Departements und am Ausbau des Präfekturbüros im Mainzer Schloss.

Unterschrift des Präfekten von Trott bei der Revision der Südharzer Mairesstellen im Juni 1809.

Kretzschmar J., August Heinrich Freiherr von Trott auf Solz zu Imshausen, in: ADB, Bd 38 (1894), S. 659 f.

O.A., Heinrich August von Trott zu Solz auf Imshausen, in:Schmidt F.A./Voigt B.F., Neuer Nekrolog der Deutschen, B. 18.2 (1840), S.1080 - 1093.

Bildnachweis: Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt Wernigerode B 35, II e Nr. 5, Die anderweite Ernennung der Maires und Adjuncten 1810, fol. 5 (Zirkularschreiben an die Kantonmaires und Unterpräfekten vom 19. Juni 1809)
Foto: © Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt
CC BY-NC-SA 4.0 (die Schutzfrist des zugrundeliegenden Dokuments ist abgelaufen, aus der Reproduktion des Schreibens wurden weniger als 3% zur Illustration des Erläuterungstexts verwendet, ohne dass der eigentliche Inhalt des Dokuments deutlich wird)

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